Die Chua Buu Quang – vor Ort auch als Chua Gia Lao bekannt – liegt in den bewaldeten Hügeln der ehemaligen Provinz Binh Phuoc, die nach einer kürzlichen Verwaltungsreform nun zum erweiterten Dong Nai gehört. Es ist einer dieser Orte, die auf dem Radar der meisten Touristen gar nicht erst auftauchen. Genau deshalb lohnt sich der Ausflug, wenn man ohnehin im Süden unterwegs ist und einen Tempelbesuch abseits der für Instagram inszenierten Kulissen sucht.

Was es ist und wie es entstand

Die Chua Buu Quang ist ein buddhistischer Mahayana-Tempel, der vor mehreren Jahrzehnten von Mönchen gegründet wurde. Sie wählten dieses hügelige, lateritrote Gelände wegen seiner Abgeschiedenheit und der umgebenden Natur. Der Name "Buu Quang" lässt sich in etwa mit "Kostbares Licht" übersetzen, und der alternative Name Chua Gia Lao stammt von der Gemeinde, in der sich der Tempel befindet. Die Anlage wurde im Laufe der Jahre durch Spenden der lokalen buddhistischen Gemeinschaft erweitert, wirkt aber im Vergleich zu den Mega-Pagoden, die man näher an Saigon findet, immer noch bescheiden. Hier ist nicht alles vergoldet – es gibt nur klare Linien, Weihrauchschwaden und jede Menge Bäume.

Das Gelände umfasst die Hauptgebetshalle, einen kleineren Meditationsbereich, Gärten mit buddhistischen Statuen und Spazierwege durch die umliegende Natur. Die hier lebenden Mönche pflegen den Tempel und heißen Besucher in der Regel herzlich willkommen. Dennoch ist dies in erster Linie eine aktive Kultstätte und erst in zweiter Linie ein touristisches Ziel.

Warum Reisende hierherkommen

Um ehrlich zu sein: Die meisten ausländischen Reisenden kommen gar nicht hierher – und genau das macht den Reiz aus. Die Chua Buu Quang zieht vietnamesische Buddhisten auf Pilgerreisen sowie Wochenendausflügler aus Dong Nai und den angrenzenden Provinzen an, die einen Tag der Ruhe suchen. Wenn man zu den Menschen gehört, denen Orte wie Bai Dinh zu kommerziell oder zu überlaufen sind, findet man hier das genaue Gegenteil. Die Hanglage des Tempels sorgt für ein kühleres Mikroklima als im Flachland, und der umliegende Wald wurde nicht für Parkplätze abgeholzt. Man kommt wegen der Atmosphäre hierher, nicht um eine Sehenswürdigkeiten-Liste abzuhaken.

Der Tempel eignet sich auch hervorragend als Zwischenstopp auf einer längeren Rundtour durch die ländlichen Gebiete im Norden von Dong Nai, besonders wenn man den Ausflug mit den Kautschukplantagen oder den Wasserfällen der Region verbindet.

Die beste Reisezeit

Die Trockenzeit – etwa von November bis April – ist das angenehmste Zeitfenster. Die Straßen zum Tempel sind zwar ganzjährig befahrbar, aber die roten Lateritwege in der unmittelbaren Umgebung werden bei starken Regenfällen von Juni bis September rutschig und schlammig. Der Morgen bietet das beste Licht und angenehme Temperaturen; wenn möglich, sollte man vor 9 Uhr morgens eintreffen.

Während Tet und an wichtigen buddhistischen Feiertagen (insbesondere Vesakh, meist im Mai) herrscht im Tempel mehr Betrieb – es gibt Zeremonien, Gesänge und Opfergaben. Das Erlebnis ist dann zwar intensiver, aber auch deutlich trubeliger. Wer Einsamkeit sucht, sollte an einem beliebigen Wochentag außerhalb der Festsaison kommen.

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Last updated · May 23, 2026 · independently researched, never sponsored.