Last updated · May 21, 2026 · independently researched, never sponsored.
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Hon Son ist eine kleine, beschauliche Insel vor der Küste des vietnamesischen Mekong-Deltas – keine Party-Hostels, keine Instagram-Massen, nur Fischerdörfer und bewaldete Hügel.

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Hon Son ist eine 12 km² große Insel im Golf von Thailand, etwa 65 km vor der Küste. Sie gehört zur Provinz An Giang und ist einer jener Orte, wo das tägliche Leben noch immer um Fischernetze und Obstgärten kreist – nicht um Tourismuseinnahmen. Auf der Insel leben rund 4.000 Menschen, verteilt auf einige Weiler: Bai Nha, Bai Bang und Thien Thu Son sind die Ortschaften, die man tatsächlich besucht.
Historisch gehörte die Insel zur Provinz Kien Giang, und auf älteren Karten ist sie noch so eingezeichnet. Die Einheimischen nennen sie Hon Son oder manchmal Lai Son – beides ist gebräuchlich.
Anders als Phu Quoc, das sich zu einem Resort-und-Casino-Ziel gewandelt hat, gab es auf Hon Son keine vergleichbaren Investitionen. Die Straßen sind schmal, die Strände ungepflegt, und das Beste, was man an Unterkunft findet, sind saubere Gästehäuser – keine Vier-Sterne-Hotels. Genau das macht den Reiz aus.
Hon Son zieht Menschen an, die eine echte Insel ohne überbordende Touristeninfrastruktur suchen. Die wichtigsten Gründe:
Wer Nachtleben oder Wassersport-Infrastruktur sucht, fährt besser nach Phu Quoc.
Die Trockenzeit läuft von Dezember bis April. Das Meer ist ruhig, der Himmel klar, und die Fähre fährt zuverlässig. März und April können heiß werden – 34–36 °C –, aber eine Küstenbrise ist meist vorhanden.
September bis November sollte man nach Möglichkeit meiden. Rauer Seegang kann Fähren ohne Vorwarnung ausfallen lassen, und der Regen kommt in heftigen Nachmittagsschauern. Die Insel hat wenig zu bieten, wenn man drinnen ausharren muss.
Tet (Ende Januar oder Anfang Februar) lockt Besucher aus den Delta-Provinzen an. Die Insel wird lebhafter, aber Unterkünfte sind schnell ausgebucht – also rechtzeitig reservieren.
Ausgangspunkt ist die Stadt Rach Gia auf dem Festland. Von Saigon aus gibt es zwei Möglichkeiten:
Ab Rach Gia geht es mit der Fähre vom Rach-Gia-Hafen nach Hon Son. Die Überfahrt dauert auf dem Standardschiff etwa 2–2,5 Stunden. Tickets kosten 100.000–150.000 VND pro Strecke. Abfahrten sind typischerweise früh morgens (gegen 8:00 Uhr), Rückfähren verlassen Hon Son am frühen Nachmittag. Zeiten lokal bestätigen – Fahrpläne ändern sich, und bei schlechtem Wetter gibt es Ausfälle.
Auf der Insel ein Moped vom Gästehaus mieten (100.000–150.000 VND/Tag) oder zu Fuß gehen. Die Insel ist klein genug, um sie mit dem Motorrad in unter einer Stunde zu umrunden.

Foto von Nam Ng auf Pexels
Der Hauptweg beginnt nahe der Pagode am Fuß des Hügels und führt durch Obstgärten hinauf. Wasser mitnehmen und früh starten – im oberen Bereich gibt es kaum Schatten. Am Gipfel steht ein kleines Heiligtum, und der Blick über den Golf ist weitläufig.
Ein buddhistischer Tempel auf einem Hügel, umgeben von alten Bäumen und einer ruhigen Atmosphäre. Der kurze Aufstieg lohnt sich wegen der Lage, weniger wegen architektonischer Highlights.
Der Hauptstrand nahe der Fähranleger. Flaches, warmes Wasser. Ein paar Getränkestände verkaufen Kokosnüsse und einheimisches Bier. Liegen gibt es keine – ein Handtuch mitbringen und einen Platz unter den Bäumen suchen.
Der Hafen erwacht vor der Dämmerung. Wer früh aufsteht, geht gegen 5:00 Uhr hinunter und sieht zu, wie der Fang gelöscht wird: Tintenfisch, Krabben und verschiedene Rifffische – manches davon landet später auf dem Mittagstisch.
Hon Sons kulinarische Szene ist schlicht: Meeresfrüchte, Meeresfrüchte und nochmals Meeresfrüchte. Ein paar familienbetriebene Restaurants nahe Bai Nha servieren, was morgens von den Booten kam.
Zu erwarten sind gegrillter Tintenfisch, gedämpfte Krabben, Fisch-Hotpot und „goi cuon" mit Garnelen. Mahlzeiten kosten 80.000–150.000 VND pro Person, je nach Bestellung. Die gegrillten Seeigel (saisonal, etwa März bis Juni) sind einen Versuch wert – serviert mit Limette, Salz und Chili.
Zum Frühstück nach „hu tieu" Ausschau halten – die südvietnamesische Nudelsuppe, leichter als Pho und im ganzen Delta verbreitet. Eine Schüssel kostet 25.000–35.000 VND.
Craft-Cocktail-Bars sollte man nicht erwarten. Abendliche Getränke bedeuten bia hoi oder Saigon-Bier aus der Dose auf einem Plastikstuhl am Wasser.
Das Angebot ist einfach. Gästehäuser und Homestays dominieren, die meisten nahe dem Strand Bai Nha. Was man erwarten kann:
Keine Resorts, keine Pools. An Wochenenden und Feiertagen im Voraus buchen – es gibt insgesamt nicht viele Zimmer auf der Insel. Direkt anrufen (auf Vietnamesisch) klappt oft besser als Apps, obwohl manche Unterkünfte auf Booking.com zu finden sind.

Foto von Vietnam Tri Duong Photographer auf Pexels
Hon Son eignet sich am besten als Abstecher für Reisende, die ohnehin das Mekong-Delta erkunden – kombiniert mit ein paar Tagen in Can Tho oder Ha Tien ergibt sich eine südliche Rundreise, auf die die meisten Besucher gar nicht kommen. Nicht poliert, nicht glamourös – und genau deshalb ist die Fährfahrt es wert.