Phu Quoc lebt von Fischsauce, frischen Krabben und gegrilltem Tintenfisch – wer sich also pflanzlich ernährt, muss hier etwas gezielter vorgehen als in Hanoi oder Saigon. Dennoch gibt es auf der Insel genügend rein vegane Lokale, buddhistisch geprägte Garküchen und Resort-Menüs mit wirklich durchdachten Optionen, sodass man nicht eine Woche lang nur nackten Reis essen muss.

Die Ausgangslage

Die meiste Street-Food-Küche auf Phu Quoc (푸꾸옥 / 富国岛 / フーコック) ist von Natur aus nicht vegan. Die Brühen, die Dipsaucen, die Reispapierrollen – fast alles enthält in irgendeiner Form Fischsauce oder Garnelenpaste. Die Ausnahme bilden die buddhistischen Feiertage des Mondkalenders (der 1. und 15. Tag jedes Mondmonats), an denen überall auf der Insel, besonders rund um die Stadt Duong Dong, zahlreiche „com chay“ – vegetarische Reis-Imbisse – eröffnen. Es lohnt sich absolut, einen Marktbesuch auf diese Tage abzustimmen.

An den übrigen Tagen des Monats lassen sich die besten Optionen in drei Kategorien einteilen: rein vegane Restaurants, Hotelrestaurants mit pflanzlichen Menüs und ein paar anpassungsfähige Street-Food-Stände, wenn man weiß, wonach man fragen muss.

Vegane und vegetarische Restaurants

Ganesh Indian Restaurant (Duong Dong)

Dieses Restaurant wird aus gutem Grund immer wieder empfohlen. Das Dal, das Chana Masala und die Gemüsecurrys sind von Natur aus vegan, und die Küche versteht den Unterschied zwischen „ohne Fleisch“ und „tatsächlich rein pflanzlich“. Die Preise liegen bei etwa 80.000–130.000 VND pro Gericht. Zwar keine vietnamesische Küche, aber verlässlich und sättigend nach einem Tag auf dem Wasser.

Buddy Ice Cream and Vegetarian Cafe

In der Nähe des Nachtmarkts von Duong Dong gelegen, hat sich das Buddy eine kleine Fangemeinde unter Langzeitreisenden aufgebaut. Die Speisekarte mischt vietnamesische Klassiker – „bun“-Suppen, gebratenen Wasserspinat, Tofu in Tomatensauce – mit westlichen Gerichten. Die Qualität ist beständig, die Portionen sind großzügig, und es ist einer der wenigen Orte, an denen man ein komplettes vietnamesisches Essen genießen kann, ohne jedes Detail hinterfragen zu müssen. Für ein Hauptgericht zahlt man etwa 60.000–100.000 VND.

Com Chay Phuong (nahe dem Fischerdorf Ham Ninh)

Dieser etwas kleinere und einfachere Imbiss auf der Ostseite der Insel serviert unkomplizierte buddhistisch-vegetarische Küche. Die „com“-Teller – Reis mit wechselnden Gemüse- und Tofugerichten – kosten etwa 45.000–70.000 VND. Die Besitzer sprechen kaum Englisch, aber das Zeigen auf die ausgestellten Gerichte funktioniert problemlos.

Die Frage nach Bun Ken

„Bun ken“ ist das bekannteste Nudelgericht von Phu Quoc – eine Kokos-Fisch-Currybrühe, die über feine Reisnudeln gegossen und typischerweise mit cha ca (Fischfrikadelle) und frischen Kräutern serviert wird. Es ist standardmäßig nicht vegan. Die Brühe basiert auf Fischfond und wird oft mit Fischsauce abgeschmeckt.

Dennoch hatten einige vegan reisende Gäste Erfolg, als sie in kleineren lokalen Lokalen fragten, ob die Küche eine Kokosbrühe ohne Fisch zubereiten könne. Die Reaktionen sind unterschiedlich – manche Orte weichen auf Tofu und Gemüsebrühe aus, andere machen sich die Mühe nicht. Die besten Chancen hat man in einem rein vegetarischen Restaurant, das Bun Ken als Spezialität auf der Karte führt, was gelegentlich während der buddhistischen Feiertage vorkommt. Man sollte sich nicht als tägliche Option darauf verlassen, aber fragen kostet nichts.

Gestapelte vietnamesische Snacks in Plastikfolie auf dem Bình-Thuận-Markt.

Foto von Theodore Nguyen auf Pexels

Speisekarten in Resorts und Hotels

Die Resort-Zone auf Phu Quoc – insbesondere entlang des Long Beach (Bai Truong) und an der Nordspitze bei Ong Lang – hat sich in den letzten Jahren bei den pflanzlichen Optionen spürbar verbessert. Dies liegt zum Teil am Wunsch internationaler Gäste, zum Teil aber auch an der allgemeinen Entwicklung der Insel hin zum gehobenen Tourismus.

Mehrere Mittelklasse- und Luxusresorts kennzeichnen vegane Gerichte mittlerweile deutlich auf ihren Speisekarten, anstatt auf Nachfrage improvisieren zu müssen. Wer in einem Resort übernachtet, sollte vorab eine E-Mail schreiben und gezielt nach pflanzlichen Optionen fragen, um nicht erst vor Ort festzustellen, dass die Karte nur einen einzigen gemischten Salat hergibt.

Budget-Hinweis: Essen in Resorts kostet ab 150.000–350.000 VND pro Gericht aufwärts. Das ist nichts für jeden Tag, aber eine solide Alternative für Abende, an denen der Weg in die Stadt zu weit erscheint.

Orientierung auf dem Nachtmarkt

Der Nachtmarkt von Duong Dong ist auch dann einen Besuch wert, wenn man dort nichts isst – er vermittelt einen guten Eindruck von der Esskultur der Insel. Für Veganer ist die Auswahl zwar bescheiden, aber nicht gleich null. Halten Sie Ausschau nach:

  • Gegrilltem Mais (bap nuong) – unkompliziert, meist vegan
  • Ständen mit frischem Obst
  • Frühlingsrollen-Verkäufern, die manchmal rein vegetarische „cha gio“ anbieten (vor der Bestellung fragen – viele verwenden trotzdem Schweinefleisch)
  • Zuckerrohrsaft und frischen Kokosnüssen, die es an jeder Ecke gibt

Man sollte nicht ungefragt davon ausgehen, dass Nudelsuppen oder Reisgerichte auf dem Markt pflanzlich sind. Am sichersten ist es, den Markt als reines Erlebnis zum Bummeln zu betrachten und die Hauptmahlzeiten in den oben genannten Restaurants einzunehmen.

Genießen Sie die lebendigen Aromen einer vietnamesischen Suppenschüssel mit frischem Gemüse, Kräutern und Nudeln.

Foto von FOX ^.ᆽ.^= ∫ auf Pexels

Was man einpacken sollte

Wer Zeit an den Stränden verbringt oder Tagesausflüge in den Norden der Insel unternimmt, sollte Snacks einpacken. Je weiter man sich von Duong Dong entfernt, desto spärlicher wird das Angebot. Supermärkte führen Nüsse, Obst und einfache Cracker. Einige Bäckereien in der Stadt verkaufen einfache Baguettes. Die Pfefferfarmen von Phu Quoc verkaufen zudem ganzen und gemahlenen Pfeffer – zwar keine Mahlzeit, aber gut zu wissen, dass die Insel einen der besten Pfeffer in ganz Vietnam (베트남 / 越南 / ベトナム) produziert.

Praktische Hinweise

Vegan essen auf Phu Quoc ist machbar, erfordert aber mehr Planung als in den Städten auf dem Festland. Laden Sie vor der Ankunft eine Übersetzungs-App herunter – den vietnamesischen Satz „toi an chay“ (ich esse vegetarisch/vegan) vorzeigen zu können, spart in lokalen Restaurants viel Zeit. Die vegetarischen Restaurants in Duong Dong sind Ihre wichtigsten Anlaufstellen; planen Sie Ihre Tage um diese herum und betrachten Sie alles andere als Bonus.

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Zuletzt aktualisiert · May 26, 2026 · unabhängig recherchiert, nie gesponsert.