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Gegrillter Tintenfisch in Mui Ne ist frischer und günstiger als in Saigon. Hier erfahrt ihr, wo die Einheimischen ihn wirklich essen, was man bestellen sollte und warum der Fang entscheidend ist.

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Mui Ne liegt an der Südostküste mit einer aktiven Fischereiflotte. „Muc nuong" – gegrillter Tintenfisch – landet hier innerhalb weniger Stunden nach dem Fang auf dem Grill, nicht wie im Landesinneren, wo er schon einen Tag alt sein kann. Das Fleisch bleibt zart und süßlich. Ein ganzer Tintenfisch braucht 8–10 Minuten über Holzkohle; die Oberfläche bekommt Röststellen, innen bleibt er cremig. Mit Limette, Chili und Fischsauce serviert, ist es die Art einfaches Gericht, das nur dann wirklich gut schmeckt, wenn die Zutaten stimmen.
Ein Teller gegrillter Tintenfisch kostet hier 80.000–150.000 VND (ca. 3–6 USD), je nach Größe. In Saigon oder Hanoi zahlt man gut das Doppelte.
Ein kleiner Stand an der Tran Hung Dao Street, etwa 500 m vom Mui-Ne-Markt entfernt. Kein englisches Schild – erkennbar nur an den geparkten Motorrädern davor und dem Geruch von Holzkohle. Truc Nhan grillt Tintenfisch auf einem niedrigen Ziegelgrill und bestreicht ihn alle 30 Sekunden mit einer Hausmischung aus Knoblauch, Salz und Fischsauce. Der Tintenfisch öffnet sich leicht, die Oberfläche bekommt Blasen, und die Röststellen verleihen ihm eine bittersüße Tiefe.
Bestellt „Muc nuong chay" (pur gegrillter Tintenfisch) und dazu „Muoi tieu chanh" (Salz-Pfeffer-Limetten-Mischung). Preis: 120.000 VND für einen großen Tintenfisch. Keine Bierkarte, aber nebenan gibt es kaltes Saigon und Hue. Am besten bis 11 Uhr kommen – Truc Nhan schließt um 14 Uhr und öffnet wieder um 17 Uhr.
An der Hauptküstenstraße, etwa 1,2 km östlich des Saigon Mui Ne Resorts. Ein schlichter Betonbau mit Plastiktischen zur Straße hin. Hier kaufen sie jeden Morgen frisch vom Boot, Tintenfisch ist also immer vorrätig. Be Ghe grillt auch Oktopus, Krabbe und Garnelen, aber wegen des Tintenfischs stehen die Einheimischen Schlange.
Grillzeit: 7–8 Minuten. Der Inhaber schneidet den Tintenfisch der Länge nach auf, legt ihn flach auf den Grill und wendet ihn kaum – hohe Hitze auf einer Seite, kurzes Wenden am Ende. Das Fleisch bleibt zusammen, leicht federnd. Passt gut zu ihrem „Ca man rang" (Makrele mit Salzkruste).
Preis: 100.000–140.000 VND pro Tintenfisch. Geöffnet 10–22 Uhr. Kein Schnickschnack – Plastikstühle, keine Klimaanlage – aber die Effizienz vom Fischer bis zum Teller ist unschlagbar.
Trotz des Namens (der „Rindfleisch-Pho" bedeutet) ist dieser Stand an der Ham Tien Street nahe dem Markt bei Einheimischen für abendlichen Grilltintenfisch bekannt. Morgens läuft das Pho-Geschäft, aber ab 17 Uhr glüht der Grill. Der Tintenfisch kommt ganz, gereinigt, und da der Grill halb offen ist, kann man direkt zuschauen, wie er röstet.
Serviert wird er mit „Nuoc cham" (Dipsauce) als Beilage – Fischsauce, Limette, Knoblauch, Chili und ein Hauch Zucker. Die Einheimischen tauchen ein statt zu bestreichen, sodass der Tintenfisch selbst pure Röst- und Rauchnoten hat.
Preis: 110.000–130.000 VND. Beste Zeit: 18–20 Uhr, wenn der Abendandrang kommt. Hungrig hingehen – die Portionen sind großzügig, und ein ganzer Tintenfisch mit Reis oder einem Brötchen sättigt zwei Personen.
Im und um Mui Nes Hauptmarkt (Ba Sua) betreiben einige informelle Tintenfisch-Grillstände zur Mittagszeit (11–13 Uhr) und abends (17–19 Uhr). Keine festen Standnamen – erkennbar am Grillrauch und an der Schlange wartender Einheimischer. Bestellt auf Vietnamesisch oder zeigt einfach drauf – Englisch ist selten.
Diese Stände sind die günstigsten: 70.000–90.000 VND für einen großen Tintenfisch. Die Qualität ist ausgezeichnet, weil der Umsatz rasend schnell geht. Der Tintenfisch wird in einem Metallkorb über Holzkohle gegrillt und ständig geschüttelt, damit alle Seiten gleichmäßig rösten. „Muc nuong voi muoi" (Tintenfisch mit Salz) bestellen und am hohen Plastiktisch im Stehen essen.

Foto von Sergey Guk auf Pexels
„Muc nuong" reicht als Bestellung aus. Wenn der Tintenfisch gut aussieht (und das wird er), einfach zeigen und „one" oder „hai" (zwei) sagen. Folgendes kann man angeben:
Die meisten Stände bieten beides an. Einfach fragen, was empfohlen wird – Einheimische wählen meist pur und dippen in „Muoi tieu chanh" (Limetten-Salz-Mischung) oder „Nuoc cham" (Fischsaucen-Dip).
Größe: „Tintenfisch" meint hier ein ganzes Tier, gereinigt und aufgeschnitten. Ein typischer gegrillter Tintenfisch ist 20–30 cm lang und reicht für 1–2 Personen. Alleine unterwegs? Einen bestellen und mit Reis oder „Banh canh" (Tapioka-Nudelsuppe) kombinieren.
Mittagszeit (11–13 Uhr): Beste Auswahl. Der Morgenfang ist angekommen. Truc Nhan und Be Ghe sind am vollsten – ein gutes Zeichen für frischen Tintenfisch. An belebten Stellen bis zu 10–15 Minuten Wartezeit einplanen.
Abend (17–20 Uhr): Noch frisch, weniger voll als mittags. Manchmal kommt um 15–16 Uhr ein zweiter Fang rein, sodass der Tintenfisch auch abends zuverlässig frisch ist. Pho Tai Mui Ne und die Stände rund um den Ba-Sua-Markt sind von 18–19 Uhr am lebendigsten.
Meiden: Spät nachts (nach 21 Uhr) oder mittags in der Flaute (14–16 Uhr) – dann können die Stände leer sein oder Tintenfisch vom Vortag auftauchen.

Foto von Hồng Quang Official auf Pexels
Mui Nes Küste ist flach, warm und tintenfischreich. Boote landen ihren Fang zweimal täglich – in der Früh und am späten Nachmittag – direkt am Strand. Die Restaurants an der Hauptstraße haben als Erste Zugang. Tintenfisch aus Saigon oder Da Nang muss transportiert werden, manchmal über Nacht; hier wandert er noch glänzend vom Netz auf den Grill. Das Fleisch ist fest, der Geschmack sauber und meeresfrisch statt gummiartig.
Dazu kommt: Mui Nes Grillkultur setzt weniger auf sojalackierte oder stark gesaucte Varianten, wie sie in nördlichen Städten üblich sind. Hier wird Tintenfisch pur oder mit einer leichten Paste gegrillt, das Röstaroma spricht für sich. Eine Schlichtheit, die aus dem Überfluss entsteht.
Bargeld mitbringen – die meisten Stände und informellen Plätze akzeptieren keine Karten. Appetit einplanen: Ein Tintenfisch reicht für 1–2 Personen; für eine Gruppe von vier mit weiteren Beilagen lieber zwei bestellen. Am schönsten ist das Erlebnis mittags oder am frühen Abend, stehend oder sitzend am Straßenrand, während der Rauch noch vom Grill aufsteigt. Das Drumherum gehört genauso dazu wie der Geschmack.