Hoi Ans buddhistische Esskultur und ein stetiger Strom gesundheitsbewusster Reisender haben die Stadt klammheimlich zu einer der besten Adressen für veganes Essen in Vietnam (베트남 / 越南 / ベトナム) gemacht. Man muss nicht lange suchen – aber es hilft zu wissen, welche Orte wirklich gut sind und welche einfach nur ein Alibi-Blatt auf die Speisekarte drucken.
Warum Hoi An perfekt für pflanzliche Ernährung ist
Die buddhistisch-vegetarische Küche – auf Vietnamesisch „an chay“ genannt – hat hier tiefe Wurzeln. Am 1. und 15. Tag jedes Mondmonats ernährt sich ein großer Teil der lokalen Bevölkerung rein pflanzlich, was bedeutet, dass viele Restaurants diese Art des Kochens im Blut haben. Der Tourismus hat diese Entwicklung weiter vorangetrieben und neben den traditionellen „chay“-Küchen auch Raw-Cafés, Smoothie-Bowls und vegane Brunch-Spots im westlichen Stil etabliert. Das Ergebnis ist eine beachtliche Vielfalt: Morgens gibt es eine Schüssel buddhistische Nudeln für 40.000 VND und abends ein Fladenbrot mit Cashew-Käse für 180.000 VND direkt am Fluss.
Favoriten in der Altstadt
Minh Hien Vegetarian Restaurant
Das ist der Ort, den Einheimische empfehlen, wenn man nach „com chay“ fragt – buddhistischen vegetarischen Reistellern. Das Minh Hien in der Tran Phu Street gibt es schon seit Jahren und serviert die Klassiker ohne viel Schnickschnack: geschmorten Tofu, gebratenen Wasserspinat, Jackfrucht mit einer täuschend echten, fleischigen Textur und „banh cuon“, die statt mit Schweinefleisch mit Pilzen und Judasohren gefüllt sind. Die Mittagsgerichte kosten zwischen 50.000 und 70.000 VND. Der Raum ist schlicht, der Service schnell und nichts auf der Karte versucht, krampfhaft zu beeindrucken – es ist einfach ehrliche, gute Alltagsküche.
Streets Restaurant Hoi An
Streets wird als soziales Projekt betrieben, das benachteiligte Jugendliche im Gastgewerbe ausbildet, und bietet neben seiner regulären Karte ein hervorragendes veganes Menü. Das vegane „banh xeo“ ist allein schon die Reise wert – ein in Kokosmilch gebackener Crêpe aus Reismehl, gefüllt mit Sojasprossen, Pilzen und Tofu, serviert mit Kräutern und Salatblättern zum Einwickeln. Es ist leichter als das Original mit Schweinefleisch und Garnelen, steht ihm in Sachen Knusprigkeit aber in nichts nach. Die Hauptgerichte liegen bei etwa 90.000–130.000 VND. Die Atmosphäre in der Hang Dieu Street ist ruhig genug für ein entspanntes Mittagessen.
Tam Tam Cafe & Bar
Nicht ausschließlich vegan, aber sie haben eine beachtliche pflanzliche Auswahl zusammengestellt, die die Küche hervorragend umsetzt. Die veganen „goi cuon“ – frische Sommerrollen aus Reispapier, gefüllt mit Tofu, Kräutern, Reisnudeln und eingelegtem Gemüse – sind immer eine sichere Wahl. Ein toller Ort für ein ausgiebigeres Essen, da der Innenhof sehr gemütlich ist und man hier in aller Ruhe verweilen kann.

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Raw-Cafés und Saftbars am Fluss
Der Abschnitt der Nguyen Phuc Chu Street entlang des Thu-Bon-Flusses hat sich klammheimlich zum Zentrum von Hoi An (호이안 / 会安 / ホイアン)s Raw- und Wellness-Café-Szene entwickelt. Diese Orte ziehen eher das internationale Backpacker- und Yoga-Publikum an, aber die Qualität des Essens ist absolut überzeugend.
Reaching Out Tea House
In erster Linie ein Teehaus (und ein weiteres soziales Projekt, das ausschließlich von Menschen mit Hörbehinderung geführt wird), aber dennoch erwähnenswert, da die Snackkarte komplett vegetarisch und größtenteils vegan ist. Der „Lotustee“ ist außergewöhnlich – aromatisch, dezent und überhaupt nicht zu vergleichen mit dem Jasmintee, den man sonst überall bekommt. Hinsetzen, entschleunigen, eine Kanne bestellen. Es ist einer der stimmungsvollsten und achtsamsten Orte in der Altstadt.
The Hoi An Roastery (Vegane Optionen)
Hauptsächlich eine Kaffeerösterei – die in Vietnam angebauten Single-Origin-Bohnen sind hier das Highlight –, aber sie haben Hafer- und Mandelmilch im Angebot, was in kleineren vietnamesischen Cafés immer noch keine Selbstverständlichkeit ist. Wer seinen „ca phe sua da“ (vietnamesischen Eiskaffee) auf pflanzlicher Basis genießen möchte, während er den Vormittag in der Altstadt verbringt, ist hier genau richtig.
Raw-Cafés am An Bang Beach
Wer den 3 km langen Ausflug zum An Bang Beach macht (es lohnt sich), findet am nördlichen Ende des Strandabschnitts mehrere kleine Cafés, die Acai-Bowls, Raw Bliss Balls und kaltgepresste Säfte anbieten. Die Preise sind höher als in der Altstadt – man sollte 80.000–120.000 VND für eine Smoothie-Bowl einplanen –, aber dafür sitzt man auch nur zwanzig Meter vom Meer entfernt, was die Rechnung wieder ausgleicht.

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Praktische Tipps für veganes Essen in Hoi An
Vorsicht beim Label „vegetarisch“. In der vietnamesischen Küche enthält „chay“ (vegetarisch) manchmal Garnelenpaste oder Fischsauce als Würzmittel, besonders in traditionelleren buddhistischen Küchen, in denen es eher darum geht, Fleisch statt aller tierischen Produkte zu vermeiden. Wer sich streng vegan ernährt, fragt am besten: „Khong co nuoc mam, khong co mam tom?“ (Keine Fischsauce, keine Garnelenpaste?) Die meisten Lokale, die auf internationale Gäste eingestellt sind, verstehen das sofort.
Früh in die Chay-Küchen gehen. In den lokalen buddhistisch-vegetarischen Restaurants sind die besten Gerichte oft schon um 13:00 Uhr ausverkauft. Das Minh Hien und ähnliche Lokale kochen jeden Morgen eine feste Menge – wer um 11:00 Uhr kommt, hat die volle Auswahl.
Essen auf dem Markt ist schwieriger. Der Zentralmarkt von Hoi An (Cho Hoi An) eignet sich hervorragend für Obst, frische Kräuter und zum Bummeln, aber die Garküchen sind sehr fleisch- und fischlastig. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dort eine vollwertige vegane Mahlzeit zu finden.
Tet und die Tage des Mondkalenders sind Gold wert. Wenn man zufällig um das Tet-Fest herum oder am 1. oder 15. Tag des Mondmonats in Hoi An ist, steigt die Zahl der „an chay“-Angebote in der ganzen Stadt spürbar an. Selbst nicht-vegetarische Restaurants bieten an diesen Tagen oft eine separate Chay-Karte an.
Praktische Hinweise
Die Altstadt von Hoi An ist so kompakt, dass man die meisten dieser Orte in weniger als fünfzehn Minuten zu Fuß erreichen kann. Günstiges Essen – wie lokale Chay-Teller oder Obst vom Markt – kostet etwa 40.000–80.000 VND pro Mahlzeit; die Cafés am Fluss und die Restaurants sozialer Projekte liegen im Bereich von 90.000–180.000 VND. Beides wird das Reisebudget nicht überstrapazieren.
Zuletzt aktualisiert · May 26, 2026 · unabhängig recherchiert, nie gesponsert.









