Da Lat liegt auf 1.500 Metern Höhe und bietet ein Klima, das den Anbau von Erdbeeren, Artischocken und Weintrauben in Vietnam erst möglich macht. Diese zweitägige kulinarische Route lässt die Blumengärten links liegen und konzentriert sich auf das, was das Hochland am besten kann: Dinge anbauen und sie köstlich zubereiten.

Tag 1 — Märkte, Farmen und die gemütlichen Dinge

Vormittag: Zentralmarkt von Da Lat und Frühstück

Starten Sie früh am Cho Da Lat – dem Zentralmarkt in der Nguyen Thi Minh Khai –, bevor die Touristenbusse eintreffen. Im Erdgeschoss werden frische Produkte verkauft: Kisten mit Erdbeeren, Kohlrabi, Chayote und Karotten, die aussehen, als wären sie gerade erst aus der Erde gezogen worden (was bei vielen auch der Fall ist). Im Obergeschoss öffnen die Essensstände gegen 6:30 Uhr und servieren eines der besten „Banh Uot“ der Region – gedämpfte Reisblätter, belegt mit getrockneten Garnelen und Frühlingszwiebelöl, serviert mit einer süßen Fischsauce. Ein Teller kostet etwa 20.000–25.000 VND.

Wenn Sie etwas Herzhafteres suchen, halten Sie Ausschau nach einer Schüssel „Bun Bo Hue“ – die würzige Rindfleisch-Nudelsuppe aus Hue bekommt hier oben eine leicht abgewandelte Note und wird oft mit zusätzlichen, lokal angebauten Kräutern serviert. Eine Schüssel kostet etwa 40.000–50.000 VND.

Vormittag: Erdbeerfarm am Stadtrand

Nehmen Sie ein Grab oder mieten Sie ein Motorrad (ca. 120.000–150.000 VND pro Tag) und fahren Sie zu den Erdbeerfarmen entlang der Thanh My und den Dörfern rund um Cu Lan, etwa 12–15 km nördlich des Stadtzentrums. Dies sind echte Arbeitsbetriebe, keine Instagram-Kulissen. Sie pflücken die Früchte in netzbedeckten Gewächshäusern und bezahlen nach Gewicht – rechnen Sie mit 80.000–120.000 VND pro 500g, je nach Saison – und naschen Sie direkt, was Ihnen in die Hände fällt.

Die besten Farmen verkaufen auch Erdbeermarmelade, getrocknete Erdbeeren und Erdbeerwein (mehr zum Wein weiter unten). Die Marmelade ist einen Kauf wert. Die aromatisierten Sirup-Getränke, die am Eingang angeboten werden, können Sie getrost ignorieren.

Mittagessen: Artischockensuppe und die vegetarische Vielfalt

„Atiso“ – Artischocke – ist die markanteste Zutat von Da Lat und das am meisten unterschätzte Gericht. Die Pflanze wurde im frühen 20. Jahrhundert von französischen Kolonialherren eingeführt und hat sich hier perfekt an den Boden angepasst. Artischockentee finden Sie in jedem Laden, aber das eigentliche Highlight ist „Canh Atiso“ – eine klare Brühe, die durch das Kochen der ganzen Artischocke mit Schweinerippchen (oder nur mit Gemüse in der vegetarischen Variante) entsteht. Sie ist mild, leicht süßlich und schmeckt so rein, wie es in dieser Höhe einfach gut tut.

Besuchen Sie die Truong Cong Dinh Straße, wo eine Ansammlung vegetarischer Restaurants dieses Gericht fachgerecht zubereitet. Ein komplettes Mittagsmenü – Suppe, Reis, Tofu, sautiertes Gemüse – kostet etwa 60.000–80.000 VND. Da Lat hat einen hohen Anteil an Vegetariern, und die fleischlose Küche hier ist wirklich exzellent und kein bloßer Lückenfüller.

Nachmittag: Langbiang oder Stopps bei den Erzeugern auf dem Plateau

Wenn Sie nach dem Mittagessen noch Energie haben, finden Sie auf der Straße Richtung Lang Biang Berg (etwa 12 km nördlich) kleine Verkaufsstände, die Avocados, Kakis und Trockenfrüchte anbieten. Avocados aus Da Lat sind dichter und cremiger als alles, was Sie in Saigon finden, und kosten hier fast nichts – 30.000–50.000 VND pro Kilo. Kaufen Sie ein paar und essen Sie sie auf lokale Art mit Salz und Eis.

Abend: Abendessen im Zentrum

Zum Abendessen kehren Sie in die Stadt zurück und suchen sich einen Stand mit „Banh Trang Nuong“ – dem kultigen gegrillten Reispapier aus Da Lat, bestrichen mit Ei, getrockneten Garnelen, Frühlingszwiebeln und Chili, zusammengeklappt und direkt vom Holzkohlegrill serviert. Es ist eher Streetfood als ein Restaurantgericht; die Verkäufer bauen ihre Stände ab etwa 17 Uhr in der Phan Dinh Phung und rund um den Nachtmarkt auf. Kosten: 20.000–30.000 VND pro Stück.

Für ein gemütliches Abendessen gibt es rund um den Hoa Binh Platz mehrere solide Restaurants, die Hot Pot nach Da Lat-Art servieren – „Lau Da Lat“ – vollgepackt mit lokalem Gemüse: Brokkoli, Chinakohl, Pilzen und Glasnudeln. Rechnen Sie mit etwa 150.000–200.000 VND pro Person.

Ältere Frau kocht ein traditionelles vietnamesisches Gericht auf dem Nachtmarkt von Da Lat, Vietnam.

Foto von LUC PH@M auf Pexels

Tag 2 — Weingut, Landküche und der Nachtmarkt

Vormittag: Weingut Dalat und die umliegenden Dörfer

Vietnams Weinindustrie ist klein, aber Da Lat ist ihr Zentrum. Das Weingut Dalat (auch als Vang Da Lat vermarktet) liegt etwa 5 km vom Zentrum entfernt in der Ngo Quyen Straße und bietet tägliche Verkostungen an. Die Weine – meist aus lokalen Cardinal-Trauben und einigen importierten Sorten – können zwar nicht mit europäischen Weinen konkurrieren, aber die leichten Rotweine sind durchaus trinkbar und das Weingut selbst ist einen Besuch wert. Verkostungen kosten etwa 50.000–100.000 VND und beinhalten drei bis vier Proben. Kaufen Sie eine Flasche „Vang Do“ (Rotwein), wenn Sie für den Abend etwas zum Trinken suchen.

Fahren Sie nach dem Weingut durch die landwirtschaftlichen Dörfer südlich der Stadt. Verkäufer am Straßenrand bieten „Mut“ an – kandierte und getrocknete Früchte, eine Spezialität aus Da Lat: getrocknete Mango, kandierter Ingwer, eingelegte Pflaumen. Diese eignen sich hervorragend als praktische Geschenke und kosten je nach Sorte 50.000–150.000 VND pro Tüte.

Mittagessen: „Banh Mi“ im alten französischen Viertel

In Da Lat gibt es noch einige Bäckereien aus der französischen Kolonialzeit, und das „Banh Mi“ hier hat eine spürbar knusprigere Kruste als die Versionen an der Küste – das liegt wohl an der Höhe und der Luftfeuchtigkeit. Es gibt einen alteingesessenen Banh Mi-Laden in der Nähe des alten Bahnhofs in der Quang Trung, der ab 7 Uhr morgens öffnet und am frühen Nachmittag meist ausverkauft ist. Ein Sandwich kostet 25.000–40.000 VND.

Nachmittag: Kochkurs oder Marktbummel

Einige kleine Kochschulen rund um das Stadtzentrum bieten halbtägige Kurse (ca. 400.000–600.000 VND pro Person) an, die sich auf Zutaten aus dem zentralen Hochland konzentrieren – Sie lernen Gerichte wie Kürbissuppe, sautierte Chayote mit Knoblauch und manchmal eine Variante von „Banh Cuon“ mit lokalem Reis. Es lohnt sich, wenn Sie an der Technik interessiert sind; wenn Sie nur weiter essen wollen, können Sie das überspringen.

Alternativ können Sie den Nachmittag wieder auf dem Cho Da Lat verbringen, um Produkte für zu Hause zu kaufen – vakuumverpackter Artischockentee, getrocknete Kakis und die lokalen „Ca Phe Sua Da“-Mischungen aus den Plantagen in der Nähe der Cau Dat Farm sind sinnvolle und robuste Souvenirs.

Abend: Nachtmarkt und Abschluss

Der Nachtmarkt von Da Lat erstreckt sich ab etwa 18 Uhr entlang der Le Dai Hanh. Das Essensangebot hier ist eher touristisch – gegrillter Mais, Würstchen, süße Suppen –, aber das „Kem Bo“ (Avocado-Eiscreme) ist den Stopp definitiv wert. Etwa 20.000–30.000 VND pro Becher.

Ältere Frau kocht ein traditionelles vietnamesisches Gericht auf dem Nachtmarkt von Da Lat, Vietnam.

Foto von LUC PH@M auf Pexels

Praktische Hinweise

Da Lat liegt etwa 300 km von Saigon entfernt (ca. 6 Stunden Fahrt) oder ist in einem kurzen 45-minütigen Flug zu erreichen. In den Wintermonaten (Dezember bis Februar) können die Temperaturen nachts auf 12–15 °C fallen, packen Sie also eine warme Schicht ein, auch wenn Sie direkt von der Küste kommen. Ein Motorrad ist die praktischste Art, die Farmen zu erreichen – die meisten Pensionen können eine Vermietung für 120.000–150.000 VND pro Tag arrangieren.

— ENDE —

Zuletzt aktualisiert · May 29, 2026 · unabhängig recherchiert, nie gesponsert.