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Nam Dinh ist Vietnams älteste Stadt und eine ruhige Alternative zu den überlaufenen Routen im Norden. Hier erfährst du, wie du von Hanoi, Saigon und anderen Knotenpunkten mit Bus, Zug oder Motorrad dorthin gelangst.

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Nam Dinh liegt etwa 90 km südöstlich von Hanoi und taucht selten auf den Highlight-Listen für Vietnam auf – was zum Teil genau der Grund ist, warum sich ein Besuch lohnt. Die Stadt beherbergt die Pho Minh Mandarinate-Tempel, ein reiches Textilerbe und einige der am besten erhaltenen französischen Kolonialbauten Nordvietnams. Die Anreise ist unkompliziert und es gibt Optionen für jedes Budget und jeden Zeitplan.
Wenn du in Hanoi bist, bietet sich Nam Dinh als Tagesausflug oder für einen Kurztrip mit Übernachtung an. Die praktischste und günstigste Option ist der Bus.
Mit dem Bus: Busse fahren vom Busbahnhof Gia Lam in Hanoi (in der Nähe der Altstadt, am Ostufer des Roten Flusses) zwischen 5 Uhr morgens und 18 Uhr alle 30 Minuten ab. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehr und Zwischenstopps 2–2,5 Stunden. Tickets kosten 40.000–60.000 VND (etwa 2–3 USD). Du kommst am zentralen Busbahnhof von Nam Dinh (Ben Xe Nam Dinh) an, der etwa 2 km vom Stadtzentrum entfernt liegt; ein Motorradtaxi (Xe Om) zu deinem Hotel kostet 30.000–50.000 VND.
Alternativ gibt es auch Verbindungen vom Busbahnhof Mien Bac (im Norden von Hanoi), obwohl Gia Lam zentraler liegt und häufiger bedient wird.
Mit dem Zug: Eine nostalgische Option, wenn du den Weg als Ziel siehst. Ein täglicher Zug fährt gegen 12:40 Uhr vom Bahnhof Hanoi ab und kommt um 15:05 Uhr in Nam Dinh an (Hartsitz ca. 50.000 VND, Weichsitz 80.000 VND). Die Strecke führt durch ländliche Ackerflächen und Dörfer des Delta des Roten Flusses – eine ruhige Landschaft. Für die Rückfahrt bringt dich der Zug um 15:55 Uhr bis 18:20 Uhr zurück nach Hanoi. Der Bahnhof liegt zentral und die meisten Hotels sind zu Fuß erreichbar.
Mit dem Miet-Motorrad: Wenn du selbst fährst, bietet dir das Mieten eines Schalt- oder Automatikrollers in Hanoi (150.000–250.000 VND pro Tag) Flexibilität. Der National Highway 39 (QL39) südlich von Hanoi ist unkompliziert und flach; plane 1,5–2 Stunden ein. Benzin ist günstig (ca. 20.000 VND pro Liter) und die Landschaft ist reizvoll. Parkplätze stehen an Hotels und Tempeln zur Verfügung.
Mit dem Privatwagen oder Grab: Ein Grab-Auto oder ein gemieteter Fahrer aus dem Zentrum von Hanoi kostet 250.000–400.000 VND (wenn man es sich mit Freunden teilt, ist das sehr preiswert). Die Fahrzeit beträgt 1,5–2,5 Stunden, abhängig vom Verkehr und dem jeweiligen Fahrer.
Nam Dinh liegt weit im Norden; es ist kein praktischer Zwischenstopp, wenn du dich im Süden Vietnams befindest, es sei denn, du hast wirklich viel Zeit.
Mit dem Flugzeug: Fliege nach Hanoi (3–4 Flüge täglich von Saigon, 30–80 USD), und nimm dann einen Bus oder Zug Richtung Süden (2 Stunden). Gesamtfahrzeit: 5–6 Stunden plus der Aufwand am Flughafen. Lohnt sich nicht für Nam Dinh allein.
Mit dem Bus: Open-Tour-Reisebusse fahren von Saigon ab und beinhalten Stopps in Hanoi (12–18 Stunden), aber Nam Dinh liegt abseits der Standardroute Saigon–Hanoi. Du würdest in Hanoi ankommen und dann mit dem Bus nach Süden nach Nam Dinh fahren. Gesamtdauer: 18–20 Stunden. Nur machbar, wenn Nam Dinh Teil einer längeren Nordroute ist.
Realistischer Rat: Besuche Nam Dinh als Tagesausflug von Hanoi aus, nicht von Saigon.

Foto von Thien Le Duy auf Pexels
Von Da Nang nach Nam Dinh ist es eine lange Strecke. Hanoi ist der natürliche Zwischenstopp.
Mit dem Bus über Hanoi: Bus Saigon–Da Nang (4–5 Stunden), dann Da Nang–Hanoi (12–14 Stunden mit dem Reisebus), dann Hanoi–Nam Dinh (2 Stunden). Insgesamt: 18–20 Stunden plus Wartezeit. Nicht praktikabel.
Beste Option: Plane Nam Dinh als 1-Tages-Stopp auf der Strecke zwischen Hanoi und Da Nang ein. Hanoi–Nam Dinh (2 Stunden mit dem Bus), verbringe einen Nachmittag/eine Nacht dort und setze am nächsten Tag die Reise auf der Route Hanoi–Da Nang fort.
Nam Dinh hat keine schicken Luxushotels, und das ist auch völlig in Ordnung. Die Stadt ist klein; du kannst das Zentrum in einer Stunde zu Fuß erkunden.
Budget: Das Nam Dinh Hotel oder das Thien Huong Hotel (250.000–350.000 VND, 12–17 USD) sind sauber, zentral gelegen und im Gästehaus-Stil gehalten. Das Thang Loi Hotel ist ein staatlich geführtes Hotel der alten Schule, aber zweckmäßig (200.000–300.000 VND).
Mittelklasse: Das Nam Dinh Garden Hotel und das Hoa Hung Hotel (400.000–600.000 VND, 20–30 USD) sind solide Optionen, wenn du eine Klimaanlage, ein Restaurant und etwas mehr Komfort möchtest.
Übernachte in der Nähe des Zentralmarktes (Cho Han) oder entlang der Tran Hung Dao Straße, wo die meisten Restaurants und Verkehrsknotenpunkte bequem zu Fuß erreichbar sind.

Foto von Flint Huynh auf Pexels
Oktober–November und Februar–März sind perfekt: kühl, trocken und angenehm zum Spazierengehen. Vermeide Mai–August (Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit) und Tet (Ende Januar–Anfang Februar, wenn die Busse überfüllt sind und die Preise in die Höhe schnellen). Dezember–Januar ist angenehm, aber etwas kühl.
Nam Dinh ist eine Arbeiterstadt, kein Touristenort. Bargeld (VND) ist unerlässlich; Geldautomaten gibt es zwar, aber sie sind spärlich gesät. Restaurants und Streetfood sind hervorragend und günstig (30.000–80.000 VND pro Mahlzeit). Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – der Tran Hung Dao Tempel, das Pho Minh Mandarinate, das alte Franzosenviertel – liegen im Umkreis von 2 km um den Busbahnhof. Es lohnt sich, über dein Hotel einen lokalen Guide zu buchen, wenn du mehr über die Textilgeschichte und die Kolonialarchitektur erfahren möchtest; rechne mit 300.000–500.000 VND für einen halben Tag.
Der Bus bleibt die praktischste Option von Hanoi aus. Wenn du eine Rundreise durch den Norden planst (Hanoi–Ninh Binh–Nam Dinh–zurück nach Hanoi), kommst du ohnehin ganz natürlich dort vorbei. Für eine kurze Flucht vor dem Chaos in Hanoi bietet Nam Dinh genau das Richtige.