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In Tempeln sind bedeckte Schultern und Knie Pflicht – Sarongs gibt es am Eingang für 10.000–50.000 VND, aber Leinenhosen sind die bessere Wahl. Was du für jeden Anlass wirklich einpacken solltest.

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Der Besuch eines Tempels oder einer Pagode in Vietnam ist an echte Regeln geknüpft, keine bloßen Empfehlungen. Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Das gilt sowohl an der Einsäulenpagode in Hanoi als auch an einem kleinen Dorfschrein im Mekong-Delta.
Lange Hosen, ein knielanges oder längeres Kleid oder ein Rock bis zur Wadenmitte sind die richtige Wahl. T-Shirts sind in Ordnung, solange die Schultern bedeckt sind; Trägertops, ärmellose Oberteile und alles, was das Schlüsselbein freilässt, sind tabu. Manche Tempel sind strenger als andere – die größeren, touristisch erschlossenen Stätten (wie Bai Dinh in Ninh Binh) haben zwar Hinweisschilder, setzen die Regeln aber oft weniger konsequent durch. Kleinere, aktiv genutzte Tempel, in denen Einheimische beten, sind traditioneller geprägt, und die Dorfbevölkerung bemerkt sehr wohl, wer unangemessen gekleidet erscheint.
Viele Tempel stellen am Eingang Sarongs bereit – kostenlos oder gegen eine kleine Spende (10.000–50.000 VND). Diese locker gewickelten Tücher helfen, wenn man die Kleidungsvorschriften vergessen hat, sind aber oft abgenutzt und in der Hitze unangenehm zu tragen. Praktischer ist es, leichte Leinenhosen oder einen langen Rock im Tagesrucksack mitzuführen. Im Sommer (Mai bis September) empfehlen sich synthetische Schnelltrocknungsstoffe, die nicht am Körper kleben.
Vor dem Betreten des Hauptgebets- oder Heiligtumraums die Schuhe ausziehen – draußen steht ein Schuhregal. Nicht auf Türschwellen treten, sondern darüber hinwegsteigen. Fotografieren ist meist erlaubt, an einigen Tempeln jedoch in der Nähe des Hauptaltars untersagt. Im Zweifel vorher fragen.
Vietnams Strandkultur ist locker und entspannt. Badeanzüge, Bikinis, Boardshorts und Rashguards sind völlig normal. Auf Phu Quoc, Mui Ne und den Inseln rund um Da Nang sieht man vietnamesische Familien in Badekleidung ebenso wie ausländische Touristen im unterschiedlichsten Badeoutfit.
Dennoch gilt: Oben-ohne ist nicht üblich. Selbst an belebten Touristenstränden ist oben-ohne Sonnenbaden selten und sorgt bei Einheimischen für Blicke oder stille Kommentare. Ein Oberteil gehört dazu.
Nach dem Schwimmen ist ein Sarong, ein leichtes Shirt oder ein Cover-up praktisch – als Sonnenschutz, gegen Sand und für einen kurzen Abstecher zur Strandbar oder zum Außenklo. Flip-Flops sind allgegenwärtig; Einheimische tragen sie überall. An vielen Stränden gibt es Warung und Casual-Restaurants direkt am Sand, wo man problemlos im Badeoutfit essen kann.
Für Abendessen an etwas gehobeneren Resortrestaurants oder Meeresfrüchterestaurants etwas weiter im Landesinneren (nicht direkt am Strand) sollte man sich umziehen – kurze Hosen und ein sauberes T-Shirt oder ein Sommerkleid reichen aus. Förmliche Kleidung ist nicht nötig, aber man sollte zeigen, dass man den Strand hinter sich gelassen hat.
An einem Pho-Stand, einem Banh-Mi-Karren oder einem einfachen Restaurant mit Plastikhockern und einer Schlange Einheimischer davor interessiert sich niemand für die Kleidung. Shorts, T-Shirt, Sportkleidung, die Klamotten von gestern – alles ist in Ordnung. Das gilt für rund 80 % der Lokale, in denen man in Vietnam essen wird.
In einem Mittelklasse-Restaurant (500.000–2.000.000 VND pro Person) sind saubere Freizeitklamotten angemessen. Shorts sind in Ordnung, aber wenn sie sehr kurz oder sichtlich abgetragen sind, sollte man sie mit einem ordentlichen Oberteil kombinieren. Sommerkleider, Leinenhosen und Hemden mit Kragen passen gut. Ein Trägertop mit Sand im Haar gehört hier nicht dazu.
In gehobenen Restaurants in Hanoi, Saigon, Da Nang und Hue – ob in einer Kolonialvilla, einem Flussuferrestaurant mit Tischdecken oder einem mit dem Michelin ausgezeichneten Lokal – gilt Smart Casual als Mindeststandard. Das bedeutet:
Bei echten Fine-Dining-Lokalen (hochwertige internationale Küche oder teure vietnamesische Haute Cuisine) ist Business Casual bis Business Formal die sichere Wahl: Blazer, Anzugshose, ein schönes Kleid, elegante Absatzschuhe oder Lederschuhe. Ein Mann in einem schönen Leinenhemd und einer Hose wird nie abgewiesen; eine Frau in einem Sommerkleid und Sandalen wird in den strengsten Häusern unter Umständen höflich gebeten, sich umzuziehen.
Im Zweifel beim Hotelconcierge nach der konkreten Kleiderordnung des jeweiligen Restaurants fragen. Die kennen die tatsächlichen Regeln.
Wer vietnamesische Kollegen oder Geschäftspartner trifft oder an einem Businessevent teilnimmt, sollte konservativ gekleidet erscheinen. Herren: langärmeliges Hemd mit Knöpfen, Hose, geschlossene Schuhe. Krawatte ist in lässigeren Büroumgebungen optional, bei formellen Besprechungen oder behördlichen und staatlichen Anlässen jedoch erwartet. Damen: Kleid oder Rock in Knielänge, Bluse, geschlossene Schuhe. Tiefe Ausschnitte oder sehr körperbetonte Schnitte sind in formellen Kontexten zu vermeiden. Helle Farben und Naturstoffe (Baumwolle, Leinen) sind in der Hitze von Vorteil.
In Sapa, Ha Giang und Hanoi kann es kalt werden, und an manchen Tagen sind lange Ärmel und Lagen unerlässlich. Die Tagestemperaturen in Hanoi fallen auf 10–15 °C; in Sapa können sie nachts unter 5 °C sinken. Ein leichter Pullover, eine Strickjacke oder ein Hoodie gehören ins Gepäck. Jeans, geschlossene Schuhe und ein Schal sind praktisch. Tempel sind ohne Heizung innen noch kälter, weshalb eine dünne Jacke sich lohnt.
Saigon, Hoi An und die Strände im Süden bleiben das ganze Jahr über warm – dort gilt das nicht.
Flip-Flops und Sandalen werden in Vietnam überall getragen – in Läden, Restaurants, vor Tempeln und auf Märkten. Für Tempelbesuche ist alles geeignet, was sich leicht ausziehen lässt. In gehobeneren Restaurants schätzt man geschlossene oder strukturiertere Schuhe, auch wenn es keine strenge Vorschrift ist. In der Stadt empfiehlt es sich, keine Sportschuhe zu tragen, außer man ist wirklich zum Wandern unterwegs – sie wirken fehl am Platz.
In Tempeln müssen Schultern und Knie bedeckt sein – Trägertops, ärmellose Shirts und alles, was das Schlüsselbein freilässt, sind nicht erlaubt. Lange Hosen, ein knielnger oder längerer Rock oder ein Kleid bis zur Wadenmitte sind richtig. Viele Tempel bieten am Eingang Sarongs für 10.000–50.000 VND an, wenn man unvorbereitet ankommt – komfortabler ist es jedoch, leichte Leinenhosen oder einen langen Rock im Tagesrucksack dabei zu haben, besonders von Mai bis September.
Nein. Auch an belebten Touristenstränden auf Phu Quoc, in Mui Ne und auf den Inseln rund um Da Nang ist Oben-ohne-Sonnenbaden unüblich und sorgt bei Einheimischen für Blicke oder Kommentare. Normale Badekleidung – Badeanzug, Bikini, Boardshorts, Rashguard – ist völlig normal und wird von vietnamesischen Familien wie ausländischen Touristen gleichermaßen getragen. Ein Oberteil gehört dazu.
Das hängt vom Lokal ab. An Straßenständen und einfachen Plastikstuhl-Restaurants gibt es keine Kleiderordnung. In Mittelklasse-Restaurants (500.000–2.000.000 VND pro Person) sind saubere Freizeitklamotten angemessen. Gehobene Lokale in Hanoi, Saigon, Da Nang und Hue verlangen mindestens Smart Casual – Hemden mit Kragen, Blusen, Anzugshosen, elegante Sandalen – keine Flip-Flops oder Turnschuhe.
Einen leichten Sarong oder Schal in Vietnam kaufen (Nachtmärkte, Souvenirläden) – günstig (50.000–200.000 VND), nimmt kaum Platz im Gepäck und löst gleichzeitig das Tempel- und das Sonnenschutzproblem. Vietnamesen kleiden sich generell eher zurückhaltend, daher ist es respektvoll und praktisch, diesem Stil zu folgen – bedeckte Schultern und Knie in der Öffentlichkeit, ordentliche Kleidung in Restaurants. Als Ausländer wird man nicht abgewiesen, aber Einheimische merken sehr wohl, ob man Mühe gibt oder nicht.